Interkulturelle Woche 2026: „Schtschedryk“ und Carol of the Bells: Ukrainische Kultur gegen Propaganda
„Schtschedryk“ und „Carol of the Bells“ stehen im Mittelpunkt dieses historischen Dokumentarfilms, der die faszinierende Geschichte einer weltberühmten Melodie mit der ukrainischen Staats- und Kulturgeschichte verbindet. Der Film zeigt, wie das musikalische Meisterwerk des ukrainischen Komponisten Mykola Leontowytsch bewahrt wurde, internationale Bekanntheit erlangte und zu einem kulturellen Botschafter der Ukraine wurde. Dabei führt die Dokumentation zurück in das Jahr 1918 und damit in eine entscheidende Phase der ukrainischen Staatsgründung.
Warum kennt die Welt „Schtschedryk“ heute vor allem als „Carol of the Bells“? Welche historischen Entwicklungen stehen hinter dieser außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte? Und welche Bedeutung besitzt kulturelles Erbe angesichts von Propaganda und konkurrierenden Geschichtsbildern? Gerade vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erhalten diese Fragen eine besondere Aktualität. Der Dokumentarfilm eröffnet deshalb nicht nur einen Zugang zur Musikgeschichte, sondern lädt zugleich dazu ein, über nationale Identität, kulturelle Selbstbehauptung und die politische Kraft von Kunst nachzudenken.
Deutsche Untertitel: „Schtschedryk“ erstmals unmittelbar verstehen
Die eigens angefertigte Übersetzung ermöglicht dem Publikum einen unmittelbaren Zugang zu diesem historischen Dokumentarfilm. Speziell für die Filmvorführung hat das Team des Vereins „KOD“ die deutschen Untertitel in Zusammenarbeit mit den Filmemachern und dem Kanal „Soziale Kultur“ erstellt. Damit können auch Zuschauerinnen und Zuschauer ohne ukrainische Sprachkenntnisse der historischen Erzählung und ihren Hintergründen umfassend folgen.
Besonders für Jugendliche und junge Erwachsene eröffnet der Film einen anschaulichen Zugang zu weniger bekannten Kapiteln europäischer und ukrainischer Geschichte. Historische Zusammenhänge erscheinen dabei nicht als abstrakte Datenfolge, sondern entwickeln sich beinahe wie eine Spurensuche. Im Anschluss an die Vorführung bietet eine Diskussion Gelegenheit, die Eindrücke des Films gemeinsam zu vertiefen, Fragen zu stellen und über die Bedeutung ukrainischer Kultur und Geschichte in der Gegenwart ins Gespräch zu kommen. Ein Buffet begleitet den anschließenden Austausch.
Organisatorisches
Die Filmvorführung am 1. Oktober im Haus der Union Stiftung im Ramen der Interkulturelle Woche 2026 verbindet Dokumentarfilm, historische Bildung und persönlichen Austausch zu einem besonderen Abend. Nach der Vorführung sind die Besucherinnen und Besucher ausdrücklich eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und die im Film behandelten historischen, kulturellen und politischen Fragen zu diskutieren. Ergänzend wird ein Buffet angeboten. Der Film wird für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren empfohlen.
- Datum: 1. Oktober
- Uhrzeit: 18:00 bis 21:00 Uhr
- Ort: Haus der Union Stiftung
- Eintritt: kostenlos
- Sprache: Filmvorführung mit deutschen Untertiteln
- Altersempfehlung: ab 12 Jahren
- Im Anschluss: Diskussion, Gespräche und Buffet
- Kooperationspartner: Ukrainisch-Deutsches Kultur- und Bildungszentrum im Saarland „KOD“ e.V.
