Reaktoren explodieren nicht – Eine kurze Geschichte der Tschernobyl-Katastrophe

Wann

25. April 2026    
17:00 - 21:00

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Buchvorstellung und Kurzfilm zum 40. Jahrestag der Katastrophe des ukrainischen Kernkraftwerks

Am Samstag, den 25. April, um 17 Uhr laden die Union Stiftung und das Ukrainisch-Deutsche Kultur- und Bildungszentrum im Saarland „KOD“ e.V. zu einer Kurzfilmvorführung und Buchvorstellung in die Breite 63 in Saarbrücken ein. Im Rahmen der Veranstaltung findet zudem eine Diskussion mit Dr. Alexander Fridmann, Dozent für Neuere Geschichte und Geschichte Osteuropas an den Universitäten Saarbrücken und Düsseldorf, und Maksym Soroka, Experte für Umweltsicherheit und wissenschaftlicher Leiter des Ukrainischen Labors für Öffentliche Forschung Dovkolastatt.

Am 26. April 1986 explodierte der Reaktor des Kernkraftwerks Tschernobyl, das nahe der ukrainischen Stadt Prypjat liegt. Dabei starben mehr als 30 Menschen unmittelbar durch die Explosion und bei dem Versuch, den ausgelösten Brand zu löschen. Die Katastrophe setzte große Mengen radioaktiver Strahlung frei, die große Gebiete um das Kraftwerk kontaminierten.

Die beiden ukrainischen Autoren Kateryna Mikhalitsyna und Stanislav Dvornytskyi haben die Ereignisse aus dem April 1986 rekonstruiert und die Folgen bis heute beschrieben. Ihr Buch ist im März auch auf Deutsch unter dem Titel „Reaktoren explodieren nicht. Eine kurze Geschichte der Tschernobyl-Katastrophe“ erschienen.

Vor der Buchvorstellung wird der Dokumentar-Kurzfilm „Tschernobyl 22“ gezeigt. 

Über das Buch

Tschernobyl ist nicht einfach nur eine Stadt oder ein Kernkraftwerk, sondern auch eine Sperrzone, eine Tragödie, ein Symbol und eine historische Erfahrung, die es wert ist, anerkannt zu werden. „Reaktoren explodieren nicht“ erzählt was damals geschah: klar, verständlich und zugleich vielschichtig.

In Text und Bild machen die Autoren deutlich, wie Technik, Politik und Verantwortung ineinandergreifen — und warum Wissen und Erinnerung so wichtig sind. Ein Buch über Verantwortung und den Wert des menschlichen Lebens, das „Recht auf Wissen“, Heldentum, totalitäre Regime und Ökologie.

Über die Autoren

Kateryna Michalizyna ist eine ukrainische Schriftstellerin, Übersetzerin, Literaturredakteurin, Kolumnistin und Mitglied des PEN Ukraine. Sie ist preisgekrönte Autorin von mehr als 20 Kinderbüchern. Michalizyna lebt in Lwiw.

Stanislaw Dwornyzkyj ist ein ukrainischer Übersetzer, wissenschaftlicher Redakteur und Literaturmanager. Geboren in Uschhorod, studierte er Mikro- und Nanoelektronik an der Polytechnischen Universität in Lemberg sowie angewandte Nanotechnologien und politische Philosophie an der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem. Seit 2017 lebt er in der Tschechischen Republik.

Über den Film

Der Dokumentarfilm „Tschernobyl 22“ (Länge: 20 Minuten) besteht aus heimlich von einem lokalen Informanten während der russischen Besetzung der Sperrzone von Tschernobyl Anfang 2022 gefilmtem Videomaterial. Hinter den Kulissen berichten Mitarbeiter des Kernkraftwerks Tschernobyl über ihre Erfahrungen während der Besatzung durch russische Truppen – und warum diese Besatzung eine weitere globale Katastrophe sein konnte.Regie und Drehbuch: Oleksiy Radynskyi, Produktion: Lyuba Knorozok.
Der Film entstand im Rahmen des Projekts „The Reckoning“, einer internationalen Initiative zur Dokumentation russischer Kriegsverbrechen in der Ukraine, in Zusammenarbeit mit dem Labor für Journalismus im öffentlichen Interesse.Film mit englischen Untertiteln.

All Infos zur Veranstaltung auf einen Blick

  • Ort: Breite 63. Das soziokulturelle Zentrum in Saarbrücken-Malstatt. Breite Straße 63, 66115 Saarbrücken
  • Datum: Samstag, 25. April 2026
  • Uhrzeit: 17.00 Uhr
  • Teilnahme: kostenlos

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