Interkulturelle Woche 2026: „Das geheime Tagebuch des Symon Petljura“ – Film über die ukrainische Unabhängigkeit
„Das geheime Tagebuch des Symon Petljura“ erzählt von einer der dramatischsten Phasen der ukrainischen Unabhängigkeit und von einem Mann, dessen politische Entscheidungen eng mit ihr verbunden waren. Der ukrainische historische und biografische Film aus dem Jahr 2018 zeichnet das Leben Symon Petljuras nach, der als Oberbefehlshaber der Truppen der Ukrainischen Volksrepublik und als Leiter des Direktoriums der UNR eine zentrale Rolle in den damaligen Auseinandersetzungen spielte.
Dabei verbindet Regisseur Oles Jantschuk persönliche Erinnerungen mit den politischen Umbrüchen seit 1917. Der Film thematisiert den Kampf um staatliche Souveränität, politische Kompromisse, Verrat, Exil und schließlich Petljuras Ermordung in Paris. Gerade vor dem Hintergrund des anhaltenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erhalten die historischen Fragen nach ukrainischer Staatlichkeit, nationaler Selbstbestimmung und der Behauptung politischer Souveränität eine besondere Aktualität. So eröffnet der Film zugleich einen historischen Zugang zu Konflikten, deren Folgen bis in die europäische Gegenwart reichen.
Symon Petljura zwischen Unabhängigkeit, Exil und politischem Mythos
Symon Petljura und die ukrainische Unabhängigkeit stehen im Zentrum des Films. Die Handlung führt von den revolutionären Umbrüchen des Jahres 1917 über die kurze Phase ukrainischer Eigenstaatlichkeit bis zu Petljuras Leben im Pariser Exil. Dabei zeichnet der Film nicht lediglich das Porträt eines politischen und militärischen Führers, sondern fragt zugleich nach Verantwortung, persönlichen Zweifeln und den Bedingungen politischer Entscheidungen in einer existenziellen Krise.
Oles Jantschuk und „Das geheime Tagebuch des Symon Petljura“
Oles Jantschuk führte bei „Das geheime Tagebuch des Symon Petljura“ Regie und näherte sich damit bereits 2018 einer historischen Konstellation, die aus heutiger Perspektive eine bemerkenswerte Aktualität besitzt. Das Drehbuch des ukrainischen historischen und biografischen Films stammt von Mychajlo Schajewitsch. Seine Premiere feierte das Werk am 6. September 2018.
Jantschuk versteht den Film nicht nur als historische Rückschau, sondern zugleich als Warnung für die Gegenwart. Nach seiner Interpretation wiederholt sich Geschichte zwar nicht identisch, wohl aber in vergleichbaren Strukturen und Konflikten.
Organisatorisches: Untertitel nur in Englisch
Die Filmvorführung am 5. Oktober findet im Haus der Union Stiftung im Ramen der Interkulturellen Woche 2026 statt und bietet Ihnen die Gelegenheit, sich ausführlich mit Symon Petljura sowie der Geschichte der ukrainischen Unabhängigkeitsbewegung auseinanderzusetzen. Für den Besuch sollten Sie insbesondere den Sprachhinweis beachten: Untertitel sind ausschließlich in englischer Sprache vorhanden. Deutsche Untertitel stehen nicht zur Verfügung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
- Datum: 5. Oktober
- Uhrzeit: 18:00 bis 21:00 Uhr
- Veranstaltungsort: Haus der Union Stiftung
- Eintritt: kostenlos
- Film: „Das geheime Tagebuch des Symon Petljura“
- Wichtiger Sprachhinweis: Untertitel ausschließlich auf Englisch – keine deutschen Untertitel
- Regie: Oles Jantschuk
- Erscheinungsjahr: 2018
- Kooperationspartner: Ukrainisch-Deutsches Kultur- und Bildungszentrum im Saarland „KOD“ e.V.
- Offizieller Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Rl3zFIv1Ne0
