Zuletzt aktualisiert: 18.08.2026

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Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und redaktionell aufbereitet. Er basiert auf dem YouTube-Video „AfD vor dem Wahlsieg: Warum der Osten anders wählt“ mit Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte, veröffentlicht am 16.08.2026.

AfD in Ostdeutschland: Wahlerfolge trotz Radikalisierung

Die AfD in Ostdeutschland erreicht hohe Zustimmungswerte, während Karl-Rudolf Korte zugleich auf eine deutliche programmatische Radikalisierung der Partei hinweist. Für die Bewertung ihrer Wahlerfolge ist deshalb nicht allein entscheidend, wie viele Menschen die Partei wählen. Ebenso wichtig ist die Frage, welche politischen Vorstellungen hinter ihrem Erfolg stehen und welche Folgen diese für Demokratie, gesellschaftlichen Zusammenhalt und staatliche Institutionen haben könnten.

Korte beschreibt einen bemerkenswerten Gegensatz: Einerseits habe sich die Partei programmatisch radikalisiert. Andererseits würden immer mehr Menschen die AfD nicht lediglich aus Protest wählen, sondern weil sie von deren politischen Angeboten überzeugt seien. Damit wird der Erfolg der Partei zu einer langfristigen Herausforderung für das demokratische Parteiensystem.

Radikalisierung der AfD als demokratische Herausforderung

Die Radikalisierung der AfD nimmt in Kortes Analyse eine zentrale Rolle ein. Er verweist im Gespräch auf rechtsextreme Entwicklungen innerhalb der Partei und warnt insbesondere vor politischen Vorstellungen, die Menschen unterschiedlich bewerten oder hierarchisieren könnten.

Eine solche Hierarchisierung von Menschen berührt grundlegende Fragen des Grundgesetzes und der Menschenwürde. Gerade deshalb dürfe die Debatte über die AfD nicht ausschließlich auf Umfragewerte, Koalitionsmöglichkeiten oder taktische Fragen der Regierungsbildung reduziert werden.

Auch mögliche Veränderungen in Kultur-, Bildungs- oder Gesellschaftspolitik müssten kritisch betrachtet werden. Zwar begrenzen Grundgesetz, Rechtsstaat und föderale Zuständigkeiten den politischen Handlungsspielraum einer Landesregierung. Dennoch warnt Korte davor, die Wirkung eines grundlegenden politischen und kulturellen Kurswechsels zu unterschätzen.

Brandmauer zur AfD hat einen demokratischen Grund

Die Brandmauer zur AfD ist deshalb mehr als eine taktische Frage des Parteienwettbewerbs. Korte vertritt die Position, dass eine Union, die glaubwürdig bleiben wolle, nicht mit einer Partei zusammenarbeiten könne, wenn diese als gesichert rechtsextrem eingestuft werde.

Gleichzeitig unterscheidet er zwischen einer institutionalisierten Zusammenarbeit und Situationen, in denen die AfD einem Antrag anderer Parteien zustimmt. Diese Differenzierung bedeutet jedoch keine politische Annäherung. Vielmehr geht es darum, parlamentarische Abläufe von einer dauerhaften Kooperation mit der AfD zu unterscheiden.

Korte weist außerdem auf ein Dilemma hin: Die Brandmauer könne dazu führen, dass die AfD keinen Anreiz verspüre, moderater oder pragmatischer zu werden. Daraus folgt allerdings nicht, dass eine Aufweichung der Abgrenzung automatisch die bessere Lösung wäre.

Demokratische Parteien brauchen eigene Antworten

Eine kritische Auseinandersetzung mit der AfD darf nach Kortes Analyse gleichzeitig nicht das einzige politische Angebot der demokratischen Parteien sein. Wer ausschließlich vor der AfD warnt, erklärt noch nicht, welche eigenen Lösungen er für Migration, Infrastruktur, wirtschaftliche Veränderungen oder gesellschaftliche Konflikte anbietet.

Genau hier sieht Korte eine Schwäche der politischen Mitte. Statt lediglich mit Gegenmobilisierung und kulturkämpferischen Debatten zu reagieren, müssten demokratische Parteien überzeugender darstellen, wofür sie selbst stehen.

Die Verteidigung von Freiheit und Demokratie sollte dabei nicht abstrakt bleiben. Parteien müssten deutlich machen, welche konkreten Vorteile ein freiheitlicher Rechtsstaat bietet und warum Gleichheit vor dem Gesetz, Menschenwürde, politische Teilhabe und demokratische Institutionen geschützt werden müssen.

Fazit: Demokratie und Freiheit aktiv verteidigen

Die Demokratie und Freiheit stehen im Zentrum von Kortes Antwort auf die zunehmende politische Radikalisierung. Hohe Wahlergebnisse dürfen nicht dazu führen, problematische Positionen einer Partei weniger kritisch zu betrachten. Demokratische Legitimation durch Wahlen und die inhaltliche Bewertung politischer Forderungen sind zwei unterschiedliche Fragen.

Gleichzeitig warnt Korte vor einer Politik, die ausschließlich aus Angst vor der AfD handelt. Demokratische Parteien müssen klare Grenzen gegenüber extremistischen Positionen ziehen und zugleich selbst überzeugende politische Angebote entwickeln.

Die entscheidende Herausforderung besteht deshalb nicht darin, Positionen der AfD zu übernehmen, um deren Wähler zurückzugewinnen. Vielmehr müssen Parteien der Mitte zeigen, dass demokratische Politik Probleme lösen kann. Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit bilden dabei keine taktischen Argumente im Parteienwettbewerb, sondern Grundlagen der demokratischen Ordnung.

Über Karl-Rudolf Korte

Karl-Rudolf Korte ist Politikwissenschaftler und Parteienforscher. Zu seinen zentralen Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten gehören das deutsche Parteiensystem, Wahlen, politische Entscheidungsprozesse und Fragen der politischen Führung.

Im Gespräch mit der Union Stiftung ordnet Korte die Stärke der AfD in Ostdeutschland in einen größeren gesellschaftlichen und historischen Zusammenhang ein. Dabei betrachtet er sowohl Veränderungen im Wahlverhalten als auch die strategischen Herausforderungen für CDU, SPD und andere Parteien der politischen Mitte.

Seine Analyse richtet den Blick nicht allein auf Wahlergebnisse. Vielmehr untersucht Korte, wie gesellschaftliche Transformationen, regionale politische Erfahrungen, das Vertrauen in demokratische Institutionen und die Wahrnehmung politischer Problemlösungskompetenz den Parteienwettbewerb beeinflussen.