Carl Ferdinand von Stumm-Halberg (1836-1901): „König von Saarabien“ –  Lunchtalk mit Delf Slotta

Wann

8. Dezember 2026    
12:00 - 14:00

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Wo

Haus der Union Stiftung
Steinstraße 10, Saarbrücken, 66115

Der bedeutendste Industrielle und Politiker der Saarregion des 19. Jahrhunderts im Porträt

Am Dienstag, den 8. Dezember, um 12.00 Uhr lädt der Lunchtalk im Haus der Union Stiftung dazu ein, gemeinsam mit Delf Slotta Leben und Wirken Carl Ferdinand von Stumm-Halbergs, des einstigen „Königs von Saarabien“, näher kennenzulernen.

Carl Ferdinand von Stumm-Halberg (1836–1901) war einer der einflussreichsten Männer Preußens und eine der reichsten Personen des Deutschen Reiches. Der bedeutende Industrielle und Politiker der Saarregion erwarb sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den Beinamen „König von Saarabien“, womit auf seinen umfassenden Einfluss auf die hiesigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse trefflich abgehoben wird.

Carl Ferdinand Stumm, geboren am 30. März 1836 in Saarbrücken und gestorben am 8. März 1901 auf Schloss Halberg, war ab 1888 Freiherr von Stumm-Halberg und ein versierter Hüttenmann. Als Montanindustrieller führte er seine Betriebe, wie beispielsweise das Neunkircher Eisenwerk, nach den „Herr-im-Hause-Standpunkten“ mit „Zuckerbrot und Peitsche“. Als Führer der Saarwirtschaft und freikonservativer Politiker mit Abgeordnetensitz im preußischen Abgeordnetenhaus und im Reichstag engagierte er sich maßgeblich von einem autoritär-patriarchalischen Standpunkt aus in sozialen, ökonomischen und politischen Fragen.

An seiner Person schieden und scheiden sich auch heute noch die Geister. Zweifelsfrei jedoch ist Carl Ferdinand Stumm eine der schillerndsten und facettenreichsten Persönlichkeiten, die die Saarregion im Laufe ihrer Geschichte hervorgebracht hat. Der Vortrag von Delf Slotta richtet einen Blick auf die Person und das Wirken des Freiherrn und zeichnet damit zugleich das Porträt einer prägenden Epoche der saarländischen Industrie- und Landesgeschichte.

Referent Delf Slotta – Kenner der Industriekultur und Landesgeschichte

Delf Slotta ist Diplom-Geograf, Regierungs-Direktor und Landeskundler. Der Kenner der Industriekultur und Landesgeschichte wurde 1958 in Göttingen geboren, bezeichnet sich jedoch als „überzeugter Saarländer“. Zuletzt leitete er das Referat „Industriekultur“ im saarländischen Bildungs- und Kulturministerium. Zuvor hatte er in weit über drei Dekaden im Ministerium für Wirtschaft, in der Staatskanzlei des Saarlandes und im Ministerium für Umwelt bereits andere Fragestellungen im Zusammenhang von Industriekultur, Bergbau, Landesgeschichte, Landschaftsentwicklung, Denkmalpflege, Strukturwandel und Transformation betreut. Von 2010 bis 2020 war Slotta zudem Direktor des „Instituts für Landeskunde im Saarland“.

Delf Slotta gilt als besonderer Kenner der Bergbau- und Industriekultur sowie der Landeskunde im Saar-Lor-Lux-Raum. Seit den 1980er Jahren beschäftigt er sich intensiv mit industriegeschichtlichen und industriekulturellen Frage- und Themenstellungen in der Großregion und darüber hinaus. Zahlreiche Bücher, Artikel, gutachterliche Stellungnahmen, Ausstellungen, Inventarisierungs- und Forschungsarbeiten zu diesen Themenkomplexen haben ihn auch überregional als Kenner und Bewahrer vor allem der berg- und hüttenmännischen Kunst sowie der hiesigen Industriekultur und Landesgeschichte bekannt werden lassen.

Organisatorisches

Der Lunchtalk zu Carl Ferdinand von Stumm-Halberg bietet Ihnen zur Mittagszeit die Gelegenheit, mehr über eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der saarländischen Industriegeschichte zu erfahren. Im Mittelpunkt stehen dabei Stumm-Halbergs wirtschaftliches, gesellschaftliches und politisches Wirken sowie sein nachhaltiger Einfluss auf die Entwicklung der Saarregion:

  • Datum: Dienstag, 8. Dezember
  • Uhrzeit: 12.00 Uhr
  • Referent: Delf Slotta
  • Thema: Carl Ferdinand von Stumm-Halberg (1836–1901) – „König von Saarabien“
  • Teilnahme: kostenlos
  • Veranstaltungsort: Haus der Union Stiftung
Um vorherige Anmeldung wird gebeten.

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