Die neue autoritäre Linke steht im Mittelpunkt der Buchvorstellung mit dem Journalisten und Autor Nicholas Potter. In seinem 2026 erschienenen Buch „Die neue autoritäre Linke – Eine akute Bedrohung für die demokratische Gesellschaft“ untersucht Potter politische Milieus, die sich selbst als progressiv verstehen, nach seiner Analyse jedoch zunehmend autoritäre und demokratiefeindliche Positionen vertreten. Besondere Aufmerksamkeit richtet er dabei auf Reaktionen auf den Terrorangriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 und auf die Frage, wie terroristische Gewalt in Teilen politischer Bewegungen als vermeintlicher „Widerstand“ umgedeutet wird.
Das Thema besitzt weiterhin hohe gesellschaftliche Aktualität, denn die Auseinandersetzungen über Israel, Antisemitismus, politischen Aktivismus und die Grenzen legitimer Protestformen prägen öffentliche Debatten, Hochschulen und soziale Netzwerke. Potter untersucht außerdem, welche Rolle Propaganda, Desinformation und alternative Medienangebote bei der politischen Radikalisierung spielen können. Dabei geht es nicht um eine pauschale Bewertung linker Politik, sondern um eine spezifische Strömung, die der Autor als „autoritäre Linke“ bezeichnet. Die Buchvorstellung bietet deshalb Gelegenheit, Potters Thesen kritisch zu diskutieren und zugleich grundsätzlicher zu fragen: Wie widerstandsfähig ist eine demokratische Gesellschaft gegenüber ideologischer Verhärtung, Feindbildern und der Delegitimierung freier Medien?
Nicholas Potter: Journalist, Autor und Experte für Antisemitismus
Nicholas Potter ist Chefreporter bei der WELT. Zuvor war er Redakteur bei der „taz“. Der 1990 in Großbritannien geborene und in Berlin lebende Journalist beschäftigt sich insbesondere mit Rechtsextremismus und Antisemitismus. Darüber hinaus veröffentlichte er Beiträge unter anderem im „Tagesspiegel“, in der „Jüdischen Allgemeinen“, im britischen „Guardian“ und in der israelischen Zeitung „Haaretz“. Seine journalistische Arbeit wurde mehrfach gewürdigt: 2024 war Potter für den Theodor-Wolff-Preis und 2025 für den Deutschen Reporter nominiert
In seinem am 20. März 2026 erschienenen Buch verbindet Nicholas Potter investigative Recherche mit persönlichen Erfahrungen. Er beschreibt Netzwerke, Akteure und Argumentationsmuster jener politischen Strömung, die er als neue autoritäre Linke bezeichnet, und untersucht deren Verhältnis zu Israel, islamistischem Terrorismus, Pressefreiheit und demokratischem Pluralismus. Bei der Buchvorstellung erhalten Sie damit nicht nur Einblicke in die zentralen Thesen des Buches, sondern können sich auch mit der Frage auseinandersetzen, wie demokratische Gesellschaften auf Radikalisierung reagieren sollten, ohne legitime politische Kontroversen und Kritik einzuschränken.
Organisatorisches
- Veranstaltung: Buchvorstellung „Die neue autoritäre Linke“
- Referent: Nicholas Potter
- Datum: Donnerstag, 26. November 2026
- Uhrzeit: 18.30 Uhr
- Veranstaltungsort: Haus der Union Stiftung, Saarbrücken
- Teilnahme: kostenlos
- Thema: Autoritäre politische Strömungen, Antisemitismus, Israel, Radikalisierung und demokratische Gesellschaft
Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
Buchvorstellung über die autoritäre Linke direkt auf WhatsApp teilen
Die Buchvorstellung über die autoritäre Linke könnte auch für Menschen in Ihrem Freundes-, Bekannten- oder Kollegenkreis interessant sein, die sich mit Antisemitismus, Extremismus, Israel, politischer Radikalisierung oder der Zukunft unserer demokratischen Debattenkultur beschäftigen. Teilen Sie die Veranstaltung deshalb gerne direkt über WhatsApp und machen Sie interessierte Bekannte auf den Abend mit Nicholas Potter aufmerksam. Gerade bei kontroversen politischen Themen lebt eine demokratische Öffentlichkeit davon, dass unterschiedliche Perspektiven miteinander ins Gespräch kommen und Argumente kritisch geprüft werden.
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