Zuletzt aktualisiert: 29.08.2026

Historiker Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll am 8. September zu Gast bei der Union Stiftung in Saarbrücken

Saarbrücken – Die Union Stiftung lädt am Dienstag, 8. September 2026, um 18.30 Uhr zur Buchvorstellung mit dem Historiker Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll ins Haus der Union Stiftung in Saarbrücken ein. Im Mittelpunkt des Abends steht sein aktuelles Buch „Das Schattenreich. Russlands langer Abschied von Europa“.

Die Beziehungen zwischen Russland und Europa haben sich seit dem völkerrechtswidrigen russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 grundlegend verändert. Zugleich reicht die Frage nach Russlands Verhältnis zu Europa weit in die Geschichte zurück: Ist Russland historisch, kulturell und politisch Teil Europas oder hat das Land stets einen eigenständigen Weg verfolgt?

In seinem Buch untersucht Kroll das wechselvolle Verhältnis zwischen Russland und Europa über mehrere Jahrhunderte hinweg. Er zeichnet Phasen enger Annäherung ebenso nach wie Zeiten zunehmender Entfremdung und politischer Konfrontation. Dabei reicht sein historischer Blick vom Mittelalter bis in die Gegenwart.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den verschiedenen Versuchen, Russland politisch und kulturell an Europa heranzuführen. Kroll geht der Frage nach, weshalb diese Prozesse immer wieder an Grenzen stießen und welche historischen Entwicklungen zum heutigen Verhältnis zwischen Russland und Europa beigetragen haben.

Vor dem Hintergrund des Krieges gegen die Ukraine und der veränderten europäischen Sicherheitsordnung bietet die Buchvorstellung damit auch Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen aus einer langfristigen historischen Perspektive zu betrachten.

Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll lehrte Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der Technischen Universität Chemnitz. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehörten die europäische Ideengeschichte, politische Kultur und Zeitgeschichte. Der 1959 geborene Historiker ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beraterkreises der Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ und war Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Beiräte, darunter des Instituts für Zeitgeschichte München, des Deutschen Historischen Instituts Warschau sowie der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944.

Im Anschluss an die Buchvorstellung besteht Gelegenheit zu Fragen und zur Diskussion mit Prof. Dr. Frank-Lothar Kroll.