Zuletzt aktualisiert: 12.09.2026

25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September haben die Bilder aus New York nichts von ihrer Wirkung verloren. Eines der bekanntesten Werke des US-amerikanischen Fotografen Fred George ist „Ash Wednesday“. Die Aufnahme entstand am Ground Zero und zeigt Feuerwehrleute inmitten der zerstörten Umgebung von Manhattan. Das Bild wurde zu einem eindringlichen Dokument von 9/11 und machte George international bekannt.

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Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und redaktionell aufbereitet. Er basiert auf einem YouTube-Video mit dem Fotografen und Künstler Fred George anlässlich des 25. Jahrestags der Terroranschläge vom 11. September 2001. Im Gespräch berichtet George über 9/11, die Entstehung seines bekannten Fotos „Ash Wednesday“ am Ground Zero und seine heutigen Kunst- und Friedensprojekte.

9/11 verändert Fred Georges Blick

9/11 erlebte Fred George zunächst auf der anderen Seite des Hudson River in New Jersey. Der Fotograf befand sich bei einem Treffen mit Menschen aus der Immobilienbranche, für die er damals arbeitete. Als die ersten Nachrichten über den Einschlag eines Flugzeugs in das World Trade Center eintrafen, hielt George einen gewöhnlichen Unfall schnell für unwahrscheinlich.

Der Grund dafür lag auch in seiner beruflichen Erfahrung. George beschäftigte sich intensiv mit Luftfotografie und fotografierte New York regelmäßig aus Hubschraubern. Dass ein großes Passagierflugzeug einfach versehentlich in einen der Türme des World Trade Centers fliegen könnte, erschien ihm kaum plausibel.

Spätestens als das zweite Flugzeug einschlug, war für ihn klar: Amerika wird angegriffen. Die Dimension dessen, was an diesem Tag geschah, sollte ihn nicht nur persönlich, sondern auch künstlerisch langfristig prägen.

Ash Wednesday entsteht am Ground Zero

Ash Wednesday entstand einen Tag nach den Anschlägen. Fred George machte sich auf den Weg zum später als Ground Zero bezeichneten Gebiet. Viele Straßen und Zugänge waren zu diesem Zeitpunkt bereits abgesperrt. Die Nationalgarde kontrollierte weite Teile der Umgebung.

Über einen noch zugänglichen Weg in Chinatown gelangten George und andere Fotografen dennoch näher an den Ort der Katastrophe. Dort suchte er über Stunden nach einem Motiv, das die Dimension der Zerstörung und gleichzeitig die Atmosphäre dieses außergewöhnlichen Tages festhalten konnte.

Ash Wednesday
Foto: Fred George

Schließlich fand er unter einem Feuerwehrfahrzeug die Perspektive, nach der er gesucht hatte. Vor ihm arbeiteten mehrere Feuerwehrleute auf den Trümmern. Einer der Männer hob seinen Arm und reichte etwas weiter. George löste seine Kamera aus.

Nach seiner Erinnerung entstanden insgesamt neun Aufnahmen. Bei einer davon spürte der Fotograf sofort, dass ihm ein besonderes Bild gelungen war. Dieses Foto wurde später unter dem Titel „Ash Wednesday“ bekannt.

Fred George wird in Handschellen abgeführt

Fred George konnte die Situation nach der Aufnahme allerdings nicht einfach verlassen. Polizisten zogen ihn nach seiner Schilderung unter dem Feuerwehrfahrzeug hervor und legten ihm Handschellen an.

Die Beamten warfen ihm vor, einen Tatort zu fotografieren. Nach Georges Erinnerung wollten sie außerdem seine Kameras öffnen. Da er damals noch analog fotografierte, hätte dies den Film belichtet und möglicherweise auch Ash Wednesday zerstört.

George versuchte deshalb zu erklären, wer er war und weshalb er sich am Ground Zero befand. Während die Polizisten ihn mehrere Blocks mitnahmen, kam er mit ihnen ins Gespräch und konnte seine Tätigkeit erläutern. Schließlich ließen die Beamten ihn wieder gehen.

Damit blieben auch seine Aufnahmen erhalten.

Ash Wednesday wird international bekannt

Ash Wednesday entwickelte sich anschließend zu einem der bekanntesten Bilder von Fred George. Da die Aufnahme noch auf Film entstanden war, konnte der Fotograf zunächst nicht unmittelbar überprüfen, was er tatsächlich eingefangen hatte.

Später wurde das Foto im „Time Magazine“ veröffentlicht. George erzählt im Gespräch, dass er die entsprechende Ausgabe zunächst durchblätterte und sein Bild nicht finden konnte. Daraufhin rief er an und fragte nach seiner Aufnahme. Die Antwort: Das Foto sei prominent am Anfang der Berichterstattung platziert worden.

Von dort aus verbreitete sich das 9/11-Foto weiter. Nach Georges Schilderung wurde es über Agenturen international vertrieben. Auch ein Vierteljahrhundert später werden noch Abzüge des Bildes verkauft.

Für den Fotografen bedeutet diese Bekanntheit jedoch mehr als einen beruflichen Erfolg. Ash Wednesday ist unmittelbar mit den Erinnerungen und Emotionen verbunden, die er am Ground Zero erlebt hat.

Terroranschläge vom 11. September wirken bis heute

Die Terroranschläge vom 11. September sind für George auch 25 Jahre später emotional präsent. Während Betrachter zunächst ein historisches und fotografisch eindrucksvolles Bild sehen, verbindet der Fotograf damit seine persönlichen Erfahrungen vor Ort.

Seine Aufnahme zeigt dabei nicht nur Zerstörung. Sie dokumentiert zugleich Menschen, die inmitten der Trümmer zusammenarbeiten. Gerade dadurch entwickelte das Foto seine besondere symbolische Wirkung.

George war sich bereits beim Fotografieren bewusst, dass er einen wichtigen Moment festgehalten hatte. Heute ist Ash Wednesday zugleich Zeitdokument und Teil des kollektiven Gedächtnisses an die Ereignisse von 9/11.

Krieg und Frieden prägen seine Kunst

Krieg und Frieden beschäftigen Fred George auch in seinen späteren Arbeiten. Der Künstler beschreibt sich als von einer pazifistischen Haltung geprägt und stellt die Frage, warum Menschen immer wieder gegeneinander Krieg führen und sich gegenseitig töten.

Nach den Anschlägen und dem folgenden Krieg in Afghanistan setzte er sich deshalb auch kritisch mit politischen und religiösen Botschaften auseinander. George störte insbesondere die Verbindung von Krieg und religiöser Rechtfertigung.

Diese Auseinandersetzung floss in weitere Kunstwerke ein. Im Interview berichtet er unter anderem von einer Skulptur, bei der zwei AK-47-Gewehre in Form eines Kreuzes angeordnet sind. Das Werk soll die Widersprüche zwischen religiöser Symbolik, politischen Aussagen und militärischer Gewalt sichtbar machen.

Damit führte George auf künstlerischer Ebene eine Auseinandersetzung fort, die für ihn eng mit den Erfahrungen rund um 9/11 verbunden ist.

Frieden als Ziel neuer Projekte

Frieden steht auch bei aktuellen Projekten des Künstlers im Mittelpunkt. George arbeitet unter anderem an einer großen Sonnenuhr aus Stahl. Die Idee entstand, nachdem Material von einem anderen Friedensprojekt übrig geblieben war.

Die Sonnenuhr soll aus römischen Ziffern bestehen. Wer sich an die entsprechende Position stellt, kann mithilfe des eigenen Schattens die Zeit erkennen. Darüber hinaus sollen Zitate über Zeit und philosophische Fragen in das Kunstwerk integriert werden.

Als möglicher Standort wurde im Gespräch die sogenannte „Brücke ins Nirgendwo“ in St. Arnual genannt. Der Ort ist für George auch deshalb interessant, weil dort kaum störender Schatten vorhanden ist. Außerdem liegt er in einer Region, die eng mit den deutsch-französischen Beziehungen verbunden ist.

Die Kombination aus einer Brücke, dem Thema Zeit und einer Botschaft des Friedens verleiht dem Projekt zusätzliche Symbolkraft. Denn auch 25 Jahre nach 9/11 stellt sich für George weiterhin die Frage, welche Konsequenzen Menschen aus Gewalt und Krieg ziehen.

Fazit: 25 Jahre 9/11

25 Jahre 9/11 zeigen, wie stark ein einzelnes Foto die Erinnerung an ein historisches Ereignis prägen kann. Fred Georges Ash Wednesday dokumentiert die unmittelbaren Folgen der Anschläge und zeigt gleichzeitig Menschen, die inmitten von Zerstörung gemeinsam handeln.

Für George selbst endete die Geschichte der Aufnahme nicht mit ihrer internationalen Veröffentlichung. Die Erlebnisse rund um den 11. September begleiten ihn bis heute und finden ihren Ausdruck in seiner späteren Kunst.

Dabei verschiebt sich der Blick von der Dokumentation der Zerstörung zunehmend hin zu einer Botschaft des Friedens. Seine aktuellen Projekte beschäftigen sich mit Zeit, gesellschaftlicher Verantwortung und der Frage, wie Menschen miteinander leben wollen.

Ein Vierteljahrhundert nach den Anschlägen ist Ash Wednesday deshalb mehr als ein bekanntes Foto aus New York. Es erinnert an einen historischen Moment und an die Menschen, die inmitten der Katastrophe handelten. Gleichzeitig steht das Bild am Anfang einer künstlerischen Auseinandersetzung mit Krieg, Gewalt und Frieden, die Fred George bis heute begleitet.

Über Fred George

Fred George stammt aus New York und arbeitet als Fotograf und Künstler. Schon vor dem 11. September 2001 gehörte die Fotografie zu seinem beruflichen Alltag. Unter anderem war er im Bereich der Immobilien- und Luftfotografie tätig und fotografierte New York aus Hubschraubern.

Heute lebt der US-amerikanische Künstler in Saarbrücken. Sein Weg ins Saarland hatte zunächst persönliche Gründe. Während eines Aufenthalts in der Karibik lernte George nach eigener Schilderung eine Frau aus Saarbrücken kennen. Aus der Beziehung ging eine Tochter hervor.

Neben der Fotografie beschäftigt sich George heute mit politisch und gesellschaftlich ausgerichteter Kunst. Dabei setzt er sich mit Frieden, Gewalt und den Widersprüchen moderner Gesellschaften auseinander.

Seine Arbeiten sollen nicht ausschließlich dokumentieren. Sie dürfen provozieren, Fragen aufwerfen und Betrachter dazu bringen, sich mit politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Ash Wednesday nimmt in diesem künstlerischen Lebensweg eine besondere Stellung ein.