Physik trifft Kunst – ein besonderer Abend
Zeit, Raum, Musik, Video-Kunst, Modelle der Quantenmechanik: wie geht das alles an einem Abend zusammen? Wer sich über den aktuellen Stand der Forschung informieren und trotzdem unterhalten lassen möchte, ist bei dieser Veranstaltung richtig.
Ayhan Demircan ist Gründungsmitglied des Exzellenz Clusters PhoenixD und gehört als Professor der Physik an der Universität Hannover zu den international ausgewählten Wissenschaftlern, die die Kandidaten für den Nobelpreis vorschlagen. Der gebürtige Saarländer, der in Berlin und Hannover lebt, versteht sich aber auch als Vermittler zwischen der Welt der Forschung und der Gesellschaft und bringt in Live-Performances mit Musik und Video-Kunst die Paradoxa der Quantenmechanik näher. Durch die Verbindung von Vortrag und Musik werden analytisches und intuitives Denken gleichzeitig angesprochen und sorgen für ein sensorisch umfängliches Erleben und eine eigene Form des Verstehens. So entsteht ein Raum, in dem wissenschaftliche Inhalte ohne institutionelle Distanz erfahrbar werden – offener, direkter und zugänglich für alle, unabhängig vom fachlichen Hintergrund.
Zeit und Wirklichkeit aus wissenschaftlicher Sicht
Prof. Dr. Ayhan Demircan erklärt Quantenphysik, begleitet von den beiden Künstlern Nika Jonsson und Volker Schütz, am Dienstag, den 14. April, um 19.30 Uhr in der Eventlocation Zum Hirsch in St. Arnual in Saarbrücken.
Der Abend ist eine Reise durch die wissenschaftliche Sicht auf Zeit und Wirklichkeit. Er beginnt mit den klassischen Paradoxa der Quantenmechanik – Schrödingers Katze, Parallelwelten, Quantentunneln – und zeigt, wie stark diese Theorie unsere intuitiven Begriffe von Ursache, Wirkung und Realität prägt. Er zeichnet nach, wie physikalische Objekte einer zeitlichen statt räumlichen Ordnung unterliegen: Wenn früher gleichsam später ist und nicht die Zeit, sondern den Ort beschreibt, entstehen völlig neue Konzepte der Manifestation von Materie. Solche Ideen sind Konsequenzen aktueller physikalischer Modelle mit hohem technologischem Potenzial, etwa in der mobilen Kommunikation. Wenn Zeit als Materialparameter verstanden wird, lassen die möglichen Modelle Phänomene wie zeitliche Spiegelungen oder Zeitsprünge zu – ein junges, weitgehend unverstandenes Forschungsfeld.
Ein Abend für Neugierige
Der Abend richtet sich an ein neugieriges Publikum – Vorkenntnisse brauchst du nicht, nur die Bereitschaft, vertraute Vorstellungen von Realität zu hinterfragen.
Mitwirkende:
- Vortrag: Prof. Dr. rer. nat. habil. Ayhan Demircan
- Musik: Nika Jonsson
- Videokunst: Volker Schütz
- Einführung & Moderation: Birgit Jakobs
Anmeldung
Um vorherige Anmeldung wird gebeten.
Anmeldungen sind über die Homepage der Eventlocation Bakerstreet / Zum Hirsch möglich:
https://bakerstreetsb.de/
