Deutsch-französische Verantwortung für Friedenssicherung in Europa
Am 22. Januar 1963 unterzeichneten Konrad Adenauer und Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag – ein historischer Meilenstein, der die deutsch-französische Aussöhnung besiegelte und die Grundlage für eine bis heute einzigartige Partnerschaft in Europa schuf.
Zum Deutsch-Französischen Tag 2026 lädt die Union Stiftung gemeinsam mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Saarland und der Europa Union Saar zu einem Empfang am 22. Januar, um 18.00 Uhr ins Haus der Union Stiftung ein, um dieses Vermächtnis zu würdigen, die Freundschaft zwischen beiden Ländern zu feiern und den Blick auf aktuelle gemeinsame Herausforderungen zu richten.
Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt vom Duo .
Im Zentrum der Veranstaltung steht die Frage, welche Rolle Deutschland und Frankreich heute für die Sicherheit Europas übernehmen müssen, insbesondere angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, der geopolitischen Umbrüche und der wachsenden Bedeutung europäischer Handlungsfähigkeit.
Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden der Europa Union Saar, Julien François Simons, wird der Bundestagsabgeordnete Roland Theis (CDU) und Vorsitzende der Deutsch-Französischen Parlamentariergruppe, der auch sein neues Buch „Verfluchtes Schweigen“ vorstellen wird, einen Impuls halten, in dessen Anschluss er und Brigitte Klinkert, Abgeordnete der Assemblée Nationale, Vorsitzende der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung und ehemalige Ministerin über die sicherheitspolitische Verantwortung beider Länder, die Bedeutung eines handlungsfähigen Europas und neue Wege der vertieften Zusammenarbeit diskutieren wird.
Die Diskussionsrunde wird moderiert von Prof. Dr. Patricia Oster-Stierle, Präsidentin der Deutsch-Französischen Gesellschaft Saarland.
Anschließend sind die Gäste zu einem kleinen Umtrunk und Fingerfood eingeladen.
Die Veranstaltung findet im Haus der Union Stiftung (Steinstraße 10, 66115 Saarbrücken) statt.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Stream
Die Veranstaltung wird parallel auch online übertragen.
Der Stream wird via YouTube ausgestrahlt:
Buchvorstellung
Ein Kriminalroman zwischen Geschichte, Genuss und Gewissen
– erschienen im Schaumberg Verlag
Im Tal des Célé wird ein Jäger tot aufgefunden. Der Mann, ein pensionierter Polizist, ist nicht durch eigene Hand gestorben. Als Kommissar Émile Goudeau die Ermittlungen aufnimmt, stößt er in der stillen Weite Südfrankreichs auf ein Netz aus Schuld, Lügen und verdrängter Vergangenheit – der Beginn eines vielschichtigen Romans.
Was zunächst nach einem klassischen Kriminalfall klingt, entfaltet sich zu einer packenden Erzählung über die Schatten der Geschichte. Theis verwebt die Gegenwart der französischen Provinz mit den unbewältigten Traumata des Zweiten Weltkriegs. In seinem Roman begegnen sich die Schatten der Waffen-SS, das Schicksal der malgré-nous und das Schweigen, das über Generationen fortwirkt. So entsteht ein dichtes Gewebe aus Geschichte, Schuld und Erinnerung.
Doch »Verfluchtes Schweigen« ist weit mehr als ein spannungsgeladener Politkrimi. Es ist auch eine Hommage an die französische Lebensart, an die Landschaften des Lot und an die Kultur des Genießens. Kommissar Émile Goudeau ist ein Liebhaber der Bistroküche. Er ermittelt zwischen Gänseleberterrine und Lammkeule mit Honigsauce, zwischen Aperitif und Apéro. Wenn Bürgermeister Houdon ihm den regionalen »Spritz lotois« empfiehlt – ein Crémant mit Pfirsich-, Pampelmus- und Orangenlikör, dann spürt man den Duft des Südens, hört die Gläser klirren und begreift, dass Theis auch die feine Kunst des sinnlichen Erzählens beherrscht.
Mit großem Gespür für Atmosphäre und historische Genauigkeit führt Theis seine Leser in eine Welt, in der Vergangenheit und Gegenwart untrennbar verwoben sind – und in der selbst der Geschmack eines Weines Erinnerungen wachruft.
