Die Verkehrswende (mit)gestalten: Kommunale Mobilitätskonzepte für das Saarland

Kostenlose Veranstaltung
10. März 2022, 17:00 Uhr
Steinstraße 10, 66115 Saarbrücken
Zoom Videoanruf

Mobilität ist ein Grundbedürfnis des Menschen – aber wie kann eine nachhaltige und zukunftsfähige Mobilität genau aussehen und welchen Bedingungen unterliegen tragfähige und finanzierbare Konzepte? Die derzeit stark geförderte Elektromobilität – bis 2022 sollen ca. 1.000.000 Elektrofahrzeuge auf dem Markt sein – kann Stand heute, aus ökologischen und ökonomischen Gründen nur partiell zur Erreichung der Klimaschutzziele bis 2030 beitragen.

Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, mit besonderem Augenmerk auf den Bedürfnissen von benachteiligten Gruppen, aber auch von Bürger:innen im nicht-urbanen Raum, spielt dabei eine entscheidende Rolle. Vorangestellte Analysen kommunaler Infrastrukturen, integrierte Sharing Systeme sowie Radverkehrskonzepte oder nachfrageorientierte On-Demand Systeme müssen strategisch aufeinander abgestimmt sein. Nur so können resiliente klimafreundliche und sozial gerechte Verkehrskonzepte in der Stadt und auf dem Land etabliert werden. Wie schaffen wir es gemeinsam Nachhaltige Städte und Gemeinden, eines der 17 ausgeschriebenen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, schneller zu erreichen? 

Können wir (uns) das leisten und wenn ja, wie? Antworten darauf geben am Donnerstag, den 10. März, von 17.00 bis 19.00 Uhr Dr.-Ing. Horst WiekerLeiter der Forschungsgruppe Verkehrstelematik, Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) des Saarlandes, Franziska Weiser, CEO von Carré Mobility, Rüsselsheim sowie Dr. Christian Ramelli vom Ministerium für Wirtschaft und Verkehr des Saarlandes im Rahmen eines Seminars und zeigen Beispiele auf, wie wir klimagerecht und sozialverträglich gemeinsam mobil bleiben können.  

Das Seminar findet in Kooperation mit der ASKO Europa-Stiftung statt.

Die Veranstaltung findet im Haus der Union Stiftung (Steinstraße 10, 66115 Saarbrücken) statt. Für den Besuch der Veranstaltung gilt die 3G-Regel. Lesen Sie hierzu auch unser Hygienekonzept.

Die Veranstaltung wird parallel online übertragen.
Der Stream wird via Zoom ausgestrahlt.
https://us06web.zoom.us/j/81162062440
Meeting-ID: 811 6206 2440

Das Programm

17:00 Uhr: Begrüßung und Einführung
Michael Scholl, Union Stiftung und
Meike Kartes, ASKO Europa-Stiftung 

SMART MOBILITY FÜR DAS SAARLAND  
Projekte und Perspektiven

Prof. Dr.-Ing. Horst Wieker
Leiter der Forschungsgruppe Verkehrstelematik, Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) des Saarlandes

SOCIAL MOBILITY IN BEST- PRACTICE 
Franziska Weiser
Gründerin und Geschäftsführerin,
Carré Mobility, Rüsselsheim 

INFRASTRUKTUR UND RAHMENRICHTLINIEN
Dr. Christian Ramelli
Referatsleiter Zukunft der Mobilität, 
Ministerium für Wirtschaft und Verkehr des Saarlandes

Ende der Veranstaltung gegen 19:00 Uhr.

REFERENT:INNEN UND THEMEN

Prof. Dr.-Ing. Horst Wieker, Leiter der Forschungsgruppe Verkehrstelematik, HTW

Ein bisschen mobile Zukunftsmusik gefällig? Die innovative Verkehrstelematik macht’s möglich. 

Horst Wieker von der Forschungsgruppe Verkehrstelematik wird Beispiele aus der Praxis und erste Pilotversuche ausgewählter saarländischer Kommunen zu Anwendungsfällen aufzeigen, die die Verkehrseffizienz steigern und somit die Umwelt schonen können. Außerdem stellt er Forschungsergebnisse und Anforderungsanalysen zur grundlegenden Infrastruktur vor, die verknüpfte Verkehrskonzepte im ÖPNV überhaupt erst möglich machen können. Abschließend werden Projektmöglichkeiten mittels Förderung durch Bund und EU aufgezeigt.

Franziska Weiser, Gründerin und Geschäftsführerin, Carré Mobility, Rüsselsheim 

Eine nachhaltige und soziale Mobilitätslösung für ein besseres Miteinander.

Mit dem Angebot rund um Carré Mobility können alle Menschen eines Stadtgebiets einfach nachhaltige Mobilität nutzen und an einer gestärkten Gemeinschaft teilhaben.

Aktuelle Entwicklungen des Mobilitätsverhaltens – Elektromobilität, Sharing, intelligente Verkehrssysteme – haben auch Auswirkungen auf die Wohnungswirtschaft, so entstehen zum Beispiel neue Bedürfnisse von Mieter:innen, die bei frühzeitiger Berücksichtigung für alle Parteien vorteilhaft bedient werden können.

Das Konzept konzentriert sich auf denjenigen Großteil der individuellen Wege, die vor der eigenen Haustür starten und enden. Mobilität wird in diesem Kontext nicht einfach als „Fahrzeug“ definiert, sondern je nach lokalem Bedürfnis die passende Mobilitätsform bereitgestellt. 

Aber wie genau funktioniert das Konzept, wie kann man die Bürger:innen „mitnehmen“? Was kostet es und ist ein solches Konzept auf andere Regionen übertragbar?

Dr. Christian Ramelli, Referatsleiter Zukunft der Mobilität, Ministerium für Wirtschaft und Verkehr des Saarlandes

Welche Maßnahmen werden im Saarland getroffen, um nachhaltige Mobilität zuverlässig zu etablieren? Welche Möglichkeiten gibt es für die saarländischen Kommunen und was ist dabei zu beachten?

Im Rahmen des Richtlinienpakets zur Förderung der nachhaltigen Mobilität (NMOB) unterstützt das Saarland unter anderem den Ausbau von Verknüpfungsanlagen zwischen verschiedenen Verkehrsträgern, die Etablierung von Sharing-Systemen sowie Maßnahmen zur Stärkung des Radverkehrs. Das NMOB-Richtlinienpaket fördert außerdem Städte und Gemeinden mit einem Förderprogramm für Mobilitätskonzepte, damit sie eine Strategie von sinnvoll aufeinander abgestimmten Einzelmaßnahmen zur Etablierung eines klimaverträglichen und zugleich leistungsfähigen und sozial gerechten Verkehrssystem entwickeln können. 

Darüber hinaus unterstützt das Verkehrsministerium die Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen im saarländischen ÖPNV bei der Nutzung der Innovationspotenziale der Digitalisierung zur Stärkung des Umweltverbundes. Unter anderem sehen sowohl der neue Verkehrsentwicklungsplan ÖPNV im Saarland als auch das Gutachten des VDV (Verbund deutscher Verkehrsunternehmen) zur Erreichung der Klimaschutzziele 2030 einen um digital basierte, nachfrageorientierte Bedienformen (On Demand-Verkehre) ergänzten ÖPNV als wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Gesamtattraktivität des ÖPNV. Das saarländische Verkehrsministerium beabsichtigt daher, diese Verkehrsform mit einer eigenen Richtlinie im Rahmen des NMOB-Richtlinienpakets zu fördern. 

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