„Für Europa – Robert Schuman wiederentdecken“ mit Barbara Wackernagel-Jacobs und Dr. Boris Penth

Filmvorführung und Gespräch: Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19:00 Uhr, Kino Illingen

„Europa lässt sich nicht mit einem Schlage herstellen und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung: Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen.“

Als Robert Schuman am 9. Mai 1950 diese Worte in einer Erklärung vor Pressevertretern im Quai d’Orsay spricht, legt er damit den Grundstein für die heutige Europäische Union. Die einstigen Feinde, rund fünf Jahre nach Kriegsende noch mit dem Wiederaufbauprozess beschäftigt, beschließen auf Drängen Schumans die Gründung einer Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl und geben damit den Auftakt für eine Reihe noch folgender, weiterer supranationaler Institutionen in Europa – ein absolutes Novum. Die Tragweite dieses Zusammenschlusses ehrt seit 37 Jahren der Europatag am 9. Mai jeden Jahres. Aus den damals sechs Gründerstaaten sind heute 28 Mitgliedstaaten geworden. Die Europäische Union umfasst eine Fläche von ca. 4,38 Mio. km² und 513,5 Mio. Einwohnern; 19 Mitgliedstaaten verfügen über eine gemeinsame Währung. Eine Erfolgsgeschichte, die begeistert – sollte man meinen.

Doch der Wahlspruch der Staatengemeinschaft – „In Vielfalt geeint“ – wird aktuell auf eine harte Probe gestellt. Der Umgang mit globalen Herausforderungen wie die Wirtschafts- und Finanzkrise 2009 und der nicht abreißende Strom von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten sind zwei der härtesten Streitfälle in der EU. Da gemeinschaftliche Lösungen oftmals nicht absehbar sind, verfallen viele Staaten in nationalstaatliches Denken zurück. Großbritannien wird nun sogar als erstes der Mitgliedstaaten die Union verlassen.

In diesen Zeiten der Unsicherheit führen uns Boris Penth und Barbara Wackernagel-Jacobs an die Anfänge der Europäischen Staatengemeinschaft zurück. In ihrem Film „Für Europa – Robert Schuman wiederentdecken“ zeichnen Regisseur und Produzentin der fesselnden Dokumentation die wesentlichen Etappen im Leben und Wirken des französischen Außenministers Robert Schuman nach und entschlüsseln nach und nach Motivation und Gedanken Schumans zu seinem „europäischen Plan“. Durch die Rückschau auf die Entstehungsgeschichte gelingt es Penth und Wackernagel-Jacobs auf Lösungsmöglichkeiten aus der aktuellen Krise der EU hinzuweisen.

Im Anschluss an die Vorführung des Films „Für Europa – Robert Schuman wiederentdecken“ stehen Produzentin Barbara Wackernagel-Jacobs und Regisseur Dr. Boris Penth zu einer offenen Gesprächsrunde zur Verfügung.

Die Teilnahme an der Filmvorführung im Union Theater Illingen und der Gesprächsrunde ist kostenlos.

Anmeldung zur Veranstaltung: E-Mail info@unionstiftung.de oder Telefon 0681 70945-0.

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