In memoriam Lisa Stromszky – Lesung mit Gisela Bell und Georg Stockhausen

Lisa Stromszky wurde 1921 im österreichischen Burgenland geboren und wuchs in dieser Grenzregion in einem mehrsprachigen Elternhaus auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam sie durch Heirat ins Saarland, wo sie der Gedanke der deutsch-französischen Aussöhnung und Annäherung faszinierte.

Im Zentrum ihres Lebens und Werkes stand die Philosophie eines christlichen Humanismus und der Gedanke der Völkerverständigung. Sie beschäftigte sich intensiv mit der Kulturgeschichte „Lotharingiens“.

Das literarische Werk der überzeugten Europäerin reicht von der Lyrik bis zum historischen Roman. Sie verfasste über 20 Prosa- und Lyrikbände sowie ein Bühnenstück und ist in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften mit ihren Werken, Reden und Aufsätzen vertreten. 1985 erhielt sie den Kulturpreis des Landes Burgenland.

Die Autorin Gisela Bell und Stromszkys Sohn Georg Stockhausen werden am Dienstag, 17. September, um 18.30 Uhr, im Haus der Union Stiftung aus verschiedenen Werken lesen. Sie wählen dabei umsichtig Texte aus, die das gesamte literarische Oeuvre Lisa Stromszkys in ihrer Breite umfassen.

Irene Bierbrauer wird in ihr Werk einführen und ihre Persönlichkeit würdigen. Sie war als ehemalige Vorsitzende des Freien Deutschen Autorenverbandes FDA Stromszkys Nachfolgerin.