Festakt der Union Stiftung zum Jubiläum 60 Jahre Élysée-Vertrag

Gastvortrag von Dr. Konrad Paul Karl Adenauer im Saarrondo, Dienstag, 24. Januar, 18.30 Uhr

Saarbrücken – Vor rund 350 Gästen hat die Union Stiftung gemeinsam mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft und dem Politischen Bildungsforum Saarland der Konrad-Adenauer-Stiftung im Saarrondo das Jubiläum 60 Jahre Élysée-Vertrag gefeiert.

Dr. Konrad Paul Karl Adenauer, Enkel des ersten deutschen Bundeskanzlers, der den Élysée-Vertrag mitunterzeichnet hatte, sprach in einem Gastvortrag über die Beziehung seines Großvaters zu Frankreich. Für den Bundeskanzler war der Blick Richtung Westen zentral in seiner Vision für die Zukunft Deutschlands gewesen. Gleichzeitig verband ihn eine enge Beziehung zu den großen französischen Staatsmännern seiner Zeit wie Robert Schuman und insbesondere auch Charles de Gaulle.

In seinem Gastvortrag analysierte Dr. Adenauer auch den aktuellen Zustand der deutsch-französischen Beziehungen auf politischer Ebene. Er stellte kritisch fest, dass die Beziehungen in den letzten Jahren merklich abgekühlt seien. „Wenn man im Saarland ist, merkt man, dass die Menschen hier doch viel näher an der Sache dran sind als beispielsweise im Rheinland“, so Konrad Adenauer. Berlin sei noch weiter weg. „Da muss mehr gemacht werden.“ Er merkte an, dass der Vertrag und damit die deutsch-französischen Beziehungen immer wieder neu belebt werden müssen und „frisches Blut“ bräuchten. Das fange schon bei der Sprache und der Bildung an, seien es der Französisch-Unterricht oder Geographie-Kenntnisse, betonte Adenauer. 

Auch der Vorstandsvorsitzende der Union Stiftung JR Hans-Georg Warken betonte in seinem Grußwort, dass die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich nicht nur auf dem Papier existieren dürfen. „An Freundschaften muss gearbeitet werden“, sagte Warken. Dieser Vertrag sei ein Geschenk, der dauerhaft Freundschaft und Frieden gesichert habe, zitierte der Vorstandsvorsitzende die gemeinsame Erklärung von Bundestag und des Assemblée Nationale zum 55. Jahrestag des Élysée-Vertrags. „Freundschaften hängen auch eng zusammen mit den Menschen, die sie vertreten, sie leben, pflegen und die sie auch weiterentwickeln müssen“.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Chansonniere Marcel Adam, der zusammen mit seinem Akkordeonisten Christian di Fantauzzi deutsche und französische Lieder präsentierte.

Die Union Stiftung bietet rund um das Jubiläum des Élysée-Vertrags über den Festakt hinaus noch weitere Veranstaltungen an, die auf die deutsch-französischen Beziehungen aus verschiedenen Perspektiven blicken. Mehr dazu unter www.unionstiftung.de/elysee

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Die ganze Veranstaltung ist in unserer Mediathek online verfügbar www.unionstiftung.de/live

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