Einladung zur Veranstaltung „Lehrer über dem Limit“

Am Mittwoch, den 20. November 2019, spricht Ingrid Freimuth über die Integration in deutschen Schulen.

Die Union Stiftung lädt Sie herzlich ein zum Vortrag von Ingrid Freimuth am Mittwoch, den 20. November 2019, 18.30 Uhr in der Steinstraße 10. Freimuth wird ihr Buch „Lehrer über dem Limit. Warum die Integration scheitert“ vorstellen.

Ingrid Freimuth ist Diplom-Pädagogin und arbeitete u.a. an einer Integrierten Gesamt- sowie an Real- und Hauptschulen. Nach über 40 Berufsjahren zieht sie Bilanz: Die Politik reagiere nicht ausreichend auf die gesellschaftliche Veränderung, die sich bereits seit Mitte der 1980er Jahre abzeichne und durch den zunehmenden Strom an Flüchtlingen in den vergangenen Jahren weiter verschärft werde. Die Folge: Das Lehrpersonal stoße zunehmend nicht nur aufgrund überfüllter Klassen und heterogenen Lernniveaus an ihre pädagogischen Grenzen. Vor allem die unterschiedlichen Wertekontexte, in denen Schülerinnen und Schüler sozialisiert wurden und die sich nicht immer an den moralischen Grundwerten Deutschlands orientierten, sondern viel eher an Kriterien der Rangordnung, wirkten sich kontraproduktiv auf das Lernen in Schulen aus. »Bis heute ist es aus Gründen politischer Korrektheit riskant, Unterschiede zwischen Menschen wahrzunehmen und zu beschreiben«, so Freimuth. Doch diese machten sich im Schulalltag bemerkbar – von der Weigerung, im Unterricht mitzuarbeiten bis hin zu aggressivem Verhalten. Eine nicht zu bewältigende Situation.

Anstatt jedoch mit allen Mitteln zu unterstützen, lasse die Politik seine Schulpädagogen im Stich, meint Freimuth. Neben der unzureichenden Ausbildung der Lehrkräfte sieht die ehemalige Lehrerin die größten Mängel in realitätsfernen Vorschriften der Behörden. Sie fordert u.a. einen Sanktionskatalog für Fehlverhalten im Unterricht, der es zum Beispiel erlaubt, Fördergelder bei Arbeitsverweigerung zu kürzen. Ansonsten erzöge sich der Staat mit seiner übermäßigen Zurückhaltung keine aktiven Leistungserbringer, sondern passive Leistungsempfänger, die sich auch nicht integrierten.

Über die Autorin: Ingrid Freimuth, geboren 1946, ist Diplom-Pädagogin, studierte Lehramt für Sekundarstufe I, arbeitete anschließend als Lehrerin an einer Integrierten Gesamtschule und war gleichzeitig in der Lehrerausbildung tätig. Sie unterrichtete an Haupt- und Realschulen und arbeitete ab 1989 zusätzlich als Kommunikationstrainerin in der hessischen Lehrerfortbildung, wo sie u.a. mit Lehrerkollegien aller Schularten pädagogische Tage plante und durchführte. Zuletzt gab sie Einzelunterricht für Schülerinnen in der sozialpädagogischen Lernhilfe und hielt Kurse an der Volkshochschule im Bereich Deutsch als Zweitsprache.

Anmeldung: E-Mail info@unionstiftung.de oder Telefon 0681 70945-0.

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