In diesem Jahr hat sich der Fall der Berliner zum 30. Mal gejährt. Aus diesem Anlass veranstaltet die Union Stiftung in Kooperation mit dem politischen Bildungsforum Saarland der Konrad-Adenauer-Stiftung eine Podiumsdiskussion am Dienstag, den 03. Dezember 2019, um 18.30 Uhr im Haus der Union Stiftung (Steinstraße 10, 66115 Saarbrücken). Nach der Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden der Union Stiftung, JR Hans-Georg Warken, wird Dr. Karsten Dümmel an diesem Abend einen Vortrag zum Thema „Der Tag, an dem die Mauer fiel“ halten.

Danach eröffnet der Künstler Heiner Studt die Ausstellung „Das Beben von Berlin“. Die Ausstellung ist vom 04. bis 07. Dezember im Haus der Union Stiftung zu sehen.

Die Referenten des Abends:

Dr. Karsten Dümmel, geb. 1960 in Zwickau, Gründungsmitglied des Arbeitskreises „Kunst und Kirche“. Dümmel erlangte sein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg, Studienbewerbungen wurden aus politischen Gründen stets abgelehnt. Von 1983 bis 1988 war er Leiter mehrerer Friedens- und Menschenrechtsarbeitskreise der ev. Kirche Gera. Nach 57 abgelehnten Ausreiseanträgen wurde Dümmel mit „Zersetzungsmaßnahmen“ belegt, Kontaktaufnahmesperre, Berlinverbot, Stadtarrest. Nach dem Honecker-Besuch in Bonn (1987) erfolgte der Freikauf in die Bundesrepublik. Dort begann er ein Studium der Rhetorik und der Germanistik in Tübingen und wurde Schriftsteller und Autor mehrerer Bücher sowie Mitglied des Exil P.E.N., des Autorenkreises der Bundesrepublik und des Writers in Prison Committee. Arbeitsaufenthalte in Polen, Frankreich, USA, Senegal, Mali, Kenia und Bosnien Herzegowina folgten. Seit 1996 ist Dümmel bei der Konrad-Adenauer-Stiftung tätig.

Im 30. Jahr nach dem Mauerfall greift der Künstler Heiner Studt das Thema in seiner Art und Weise auf. Die Entstehungsgeschichte der Serie „Das Beben von Berlin“ wird der Künstler als ein politisches Erdbeben mit durchaus sichtbaren Spuren skizzieren.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Anmeldung: E-Mail info@unionstiftung.de oder Telefon 0681 70945-0.