Reihe »Forum Neue Autoren«

Die Förderung viel versprechender Autoren in der Großregion ist ein wichtiges Anliegen von Union Stiftung und Conte Verlag. So entstand die Idee, eine eigene Reihe zu etablieren, die literarischen Talenten eine Plattform bietet, ihre Texte in sorgsam ausgestatteten Ausgaben zu veröffentlichen und damit einem breitem Publikum zugänglich zu machen.

Die Reihe »Forum Neue Autoren« wird eröffnet mit einem Roman, doch das »Forum« versteht sich als offene Form, die auch Raum bietet für Erzählungen, Kurzgeschichten, Gedichte, für traditionell Erzähltes und Experimentelles, für gute Unterhaltung, aber auch ernste Themen. Bei den »neuen« Autoren ist zwar in erster Linie an jüngere Autoren gedacht, das schließt nicht mehr ganz junge Debütanten allerdings nicht aus.

Gestaltet werden die Bücher der Reihe von Nathalie Nierengarten, einer Absolventin der Saarbrücker Hochschule für Bildende Künste.

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Neun Jahre Doris

Ein Anruf der Schwester stellt klar, dass die vielgeliebte Tante nicht ...weiterlesen

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Neun Jahre Doris

Ein Anruf der Schwester stellt klar, dass die vielgeliebte Tante nicht mehr allein zurechtkommt – Altersdemenz. Und nichts liegt näher, als Daniela darum zu bitten, sich um sie zu kümmern. Daniela Flemming ist Sachbuchautorin und Dozentin für die Pflege Demenzerkrankter. Doch sie lebt die Hälfte des Jahres auf einer kanarischen Insel, hat eine eigene Familie und mit der Heimat der als Journalistin und Autorin bekannten Tante nichts zu tun: Saarbrücken ist für sie Hotel und Familienbesuch, lange Anreise, irgendwo an der französischen Grenze.

Sie wird Betreuerin der Tante und mit der realen, alltäglichen Seite dessen konfrontiert, was sie sonst wissenschaftlich bearbeitet. Aus der Bitte der Schwester werden neun Jahre Betreuung und eine Achterbahnfahrt zwischen Momenten der Nähe, des Triumphs über Hindernisse und Verzweiflung.

 

 

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E. Galaxien

Erwin kehrt in seine Heimatstadt zurück, ins leere Haus der Eltern ...weiterlesen

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E. Galaxien

Erwin kehrt in seine Heimatstadt zurück, ins leere Haus der ElternEr stattet dem Mittelpunkt seiner Jugend – dem Shoppingcenter Galaxy – einen Besuch ab. In seinen Hallen bleibt er hängen, gießt die Palmen, freundet sich mit der Putzfrau an und ist ein bisschen glücklich. Edgar weiß wenig über sich selbst, außer dass er in Ruhe gelassen werden will. Er wurde verlassen, hat gekündigt, alles verschenkt. Er zieht in eine neue Wohnung, in der er ungestört vor sich hin vegetieren will. Doch dann taucht Susi – seine Freundin aus Kindertagen – plötzlich auf. Eleonores Galaxie ist eine Konditorei. Seit sie ihr Studium abgebrochen hat, arbeitet sie dort und trägt Bestellungen und ihre Traurigkeit umher. Überraschend begegnet sie David wieder – ihrer ersten Liebe.
Nora Wagener beschreibt lakonsich und klug die Welten dreier Menschen, die fest entschlossen sind, vor ihrem Leben zu fliehen.

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Stopp die Zeit

Peter Leicher ist ein Egoist. Der Münchner Ethnologe ist ...weiterlesen

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Stopp die Zeit

Peter Leicher ist ein Egoist. Der Münchner Ethnologe istverantwortungslos, selbstsüchtig und Anhänger der letztmöglichen Religion, des Individualismus. Die Erkenntnis, dass die Zeit den Menschen unaufhörlich verhöhnt, lässt ihn ein Buch schreiben über seine Erlebnisse zur Erforschung einer vergessenen Hochkultur. Dass sein Vorgesetzter weniger auf wissenschaftlichen Fortschritt als auf Reputation setzt, macht ihm das Leben nicht einfacher. Unterstützung findet er in seiner superben Kollegin Ulrike Spätauf. Nach seinen existentiellen Erfahrungen mit prähistorischer Philosophie und den alltäglichen Wahnsinnigkeiten lässt sich Leicher für ein Jahr beurlauben. Aber statt Ruhe findet er eine unfreiwillige Karriere als Privatdetektiv. Bei der Suche nach der verschwundenen Tochter eines echten Privatdetektivs kommt er auf die Spur von fanatischen Anhängern seines Chefs, einer Sekte von Anti-Apokalyptikern. Es wird eng für Peter Leicher, sehr eng.

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Cloud City

Lebensgeschichten, klein und alltäglich, werden in Mark Heydrichs ...weiterlesen

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Cloud City

Lebensgeschichten, klein und alltäglich, werden in Mark HeydrichsErzählungen zu Welten aus Geheimnis und Bedrohung. Die Figuren haben unberührte, glatte Oberflächen. Sie sind Menschen von heute, mitten im Leben. Heydrich schickt sie auf Reisen: zum Bruder nach Kanada, in Urlaub nach Ibiza, zum Spieleabend, zur Party. Doch was macht das Leben mit ihnen? Wer sind diese Leute? Wo sie sprechen könnten, schweigen sie zumeist. Jede Person verharrt scheinbar unbeweglich, unbewegt. Was sich darunter abspielt,könnte ein Vulkan sein aus Sehnsüchten und Ängsten. Diese Leerstellen füllen sich mit eignenen Phantasien

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Blaue Gerbera

Eine verstörende Botschaft in der Tageszeitung setzt dem beschaulichen ...weiterlesen

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Blaue Gerbera

Eine verstörende Botschaft in der Tageszeitung setzt dem beschaulichen Alltag des pensionierten Richters Ignaz Landen ein jähes Ende. Die Erinnerung an eine alte Schuld lässt ihn die Vergeltung eines Menschen fürchten, der ihm einst nahe stand. Konfrontiert mit der bitteren Erkenntnis, dass nichts ungeschehen zu machen ist, bereitet er sich auf die Begegnung mit den Dämonen seiner Vergangenheit vor.
In sehr eigener, eindringlicher Sprache erzählt Milan Flubis von Menschen, die sich, in Liebe und Hass verbunden, den Fragen nach Schuld und Gerechtigkeit stellen müssen.

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Wenn es aufklart

Erzählungen Frauke Verlinden vereint in ihrem Debütband Erzähl ...weiterlesen

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Wenn es aufklart

Erzählungen Frauke Verlinden vereint in ihrem Debütband Erzählungen, die auf vielfältige Weise inhaltlich und thematisch miteinander verwoben sind. Stehen die Texte im ersten Teil unabhängig voneinander, zeigen die Paar-Geschichten um Ute Sellin und Felix Blacher im zweiten Teil Episoden der Entwicklung einer Beziehung im Laufe der Jahre. Allen Erzählungen gemeinsam ist der Wendepunkt, an dem sich die Figuren befinden, und stets spielt die Erinnerung eine besondere Rolle. Ob in existenzieller Not oder emotionaler Ausnahmesituation. Besonders eindrucksvoll gelingt es Frauke Verlinden, Naturwahrnehmung sprachlich umzusetzen. Ob nun als bedrohlich oder beglückend empfunden. Gerade hierzu zeigen sich ihr schriftstellerisches Talent, ihr Gespür für Rhythmus, ihr Sinn für Details. (Auslieferung September 2011)

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Vereinschronik - ein Roman

Mit sensiblem Gespür für Sprache erzählt Christoph Riemenschneider ...weiterlesen

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Vereinschronik - ein Roman

Mit sensiblem Gespür für Sprache erzählt Christoph Riemenschneider von der Liebe, von der Musik, vom Erwachsenenwerden und dem Leben in der Provinz, von Gemeinschaft und dem Alleinsein. Er beobachtet genau, verknüpft mit subtilem Humor die Geschichte von Tilman mit der des Musikvereins, dessen Chronik dieser schreiben soll. In einer raffinierten Parallelmontage verbindet Riemenschneider Vergangenheit und Gegenwart, nichts ist zufällig, alles sorgsam komponiert, stets trifft er den richtigen Ton. Ein furioser Start der Reihe, die sich als Plattform für viel versprechende Talente versteht, ein Gemeinschaftsprojekt von Union Stiftung und Gollenstein Verlag.